Der Weg zum Nobelpreis ist für niemanden vorgezeichnet. Nur wenige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erreichen die Spitzenforschung. Viele bewegen sich ihr Leben lang im Mittelfeld. Wie aber wird jemand Top-Forscher? Wird man als Genie geboren oder ist alles Resultat harter Arbeit? Welche Rolle spielen Glück, Ehrgeiz, Zufall, Förderung? Stefan Hell ist heute Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Sein Weg in die Spitzenforschung ist von klassischen Karriereschritten im Wissenschaftsbetrieb gekennzeichnet. Allerdings nahm auch er ungewollt und freiwillig einige Umwege auf sich. Durststrecken, Unsicherheit und Hindernisse zeigen sich ebenso wie glückliche Zufälle. Und natürlich gehört auch Risikobereitschaft dazu, sich auf Wegen zu bewegen, die anderen abseitig erscheinen. Er bringt es in seiner Rede beim Nobel-Bankett so zum Ausdruck: »Let us embrace a culture that addresses problems deemed impossible to solve.« Das Überwinden von Grenzen ist Hauptmotiv seiner wissenschaftlichen Laufbahn.
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