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3_An/Aus on/off Ausstellung

UNSICHTBARES WIRD SICHTBAR: BILDMEDIEN DER MIKROSKOPIE

Mikroskopische Bildtafeln (Reproduktionen), 18. Jahrhundert

Aus: Robert Hooke, Micrographia: Or, Some Physical Descriptions of Minute Bodies by Magnifying Glasses: With Observations and Inquiries thereupon, Royal Society London, 1667 und Martin Frobenius Ledermüller, Mikroskopische Gemüths- und Augen-Ergötzung: bestehend in ein hundert nach der Natur gezeichneten und mit Farben erleuchteten Kupfertafeln, sammt deren Erklärung, Band I+II, 1760.

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

 

STED-Fotografien, 2014–2016, Abberior Instruments GmbH

Seit der Erfindung des Lichtmikroskops um 1600 schafft jedes neue mikroskopische Verfahren seine eigenen Bilder. Der britische Wissenschaftler Robert Hooke zeigt in seiner Micrographia wie der Blick durch ein Lichtmikroskop unsere Vorstellung von der Welt verändern kann. Er vergrößert alle möglichen Dinge unter dem Mikroskop und fertigt davon Illustrationen an. Eine Laus in 100-facher Vergrößerung wird zu einem riesigen behaarten Monster. Eine ganz neue Form des ästhetischen Sehens, eine »anmutige Gemüths- und Augenergötzung « entsteht. Die Bilder, die ein STED-Mikroskop produziert, stehen allein im Dienst einer objektiven systematischen Analyse. Doch haben auch sie eine ganz eigene Ästhetik: die Ästhetik der Abstraktion.