Der Einfluss des Nobelpreises auf das Leben und Wirken eines Wissenschaftlers lässt sich erst nach längerer Zeit ermessen. Im Falle Stefan Hells sind gerade zwei Jahre vergangen. Doch schon in diesem kurzen Zeitraum sind verschiedene Effekte erkennbar: die Zunahme wissenschaftlicher und nichtwissenschaftlicher Anfragen und Einladungen, ein gewachsener Bekanntheitsgrad, die Umbenennung von Schulen und anderen Orten nach dem Preisträger, der Anstieg nichtwissenschaftlicher Ehrungen, die Gründung neuer Forschungsgruppen, Versuche der Vereinnahmung. Was tatsächlich auf den Erhalt des Preises zurückzuführen ist, bleibt oftmals Interpretation. Auf die STED-Forschung selbst hat der Erhalt des Nobelpreises nur wenig Einfluss. Der Effekt von STED zeigt sich in den jeweiligen wissenschaftlichen Anwendungsgebieten. Insbesondere in den Lebenswissenschaften ermöglicht die superauflösende Fluoreszenzmikroskopie neue Erkenntnisse, die zu einem besseren Verständnis von Krankheiten, zum Beispiel Krebs, beitragen.
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