Holzkasten (Schlüssel fehlt!), 40x36x11 cm, beschriftet „KSt III.53“, „1094“ (weiß), „IX.64“ (weiß). Lt. Schur-Inv. III.53 (p. 21) Der bei Schur verzeichnete 45-Grad-Metallspiegel wird jetzt separat aufbewahrt (-> D.125). Enthaltend: 1 altes Okular (D=4.7 cm) in Messingfassung sowie 1 parabolischen Metallspiegel von Herschel (Durchmesser 22.5 cm, Dicke ca. 3 cm) in Messingfassung [freie Öffnung 22.0 cm] mit Haltegriff; Zubehör zum Herschel-Teleskop [-> A.104]. Label: [1094]. (Anm.: War bis 16.2.95 in der Gaußbibliothek ausgestellt).
Institut für Astrophysik Göttingen
Herschel entwickelte und baute seinen eigenen Speigelteleskope. Insbesondere seine Hauptspiegel waren zur damaligen Zeit von unerreichter Güte. Diese hohe Güte eines Teleskops benötigte er um Monde, Planten und Sterne besser zu beobachten. Nach der Entdeckung des Planeten Uranus durch Herschel und der Würdigung von König Georg III, gab dieser 5 weitere 10 Fuß Spiegelteleskope bei ihm in Auftrag inkl. des hier aufgeführten Spiegels.
Das Teleskop von Herschel diente zur Beobachtung des Himmels. Herschel durchmusterte mit einem ähnlichen Teleskop akribisch den ganzen Nachthimmel. Dabei wurde von ihm der Planet Uranus entdeckt. Außerdem wurden mit dem Teleskop von Herschel zahlreiche Nebel, Sterne und Planeten beobachtet und kartografiert.
Beschrieben in:
M. Bratton, „The complete guide to the Herschel objects : Sir William Herschel’s star clusters, nebulae and galaxies“. Cambridge Univ. Press, Cambridge [u.a.], 2011. (Mit einer Abbildung des Göttinger Herschelteleskops und anderen Informationen. Seite 6-17)
Literatur in Zusammenhang:
H. Gärtner, „Er durchbrach die Schranken des Himmels : das Leben des Friedrich Wilhelm Herschel“. Ed. Leipzig, Leipzig, 1996. (Seite 107-184)