Vorlesungen: Ökonomien und Praktiken
Lectures: Economies and Practices
Selbst als ordentlicher Professor ist Lichtenberg auf Einnahmen aus seinen Vorlesungen angewiesen, um den Unterhalt seiner Instrumentensammlung
finanzieren zu können – und später auch, um seine wachsende Familie zu ernähren. Er notiert die Zahl der sich anmeldenden und zahlenden Teilnehmer in seinen Staatskalender-Tagebüchern und hat auch die Zuhörerzahlen seiner Kollegen im Blick. Dass der ökonomische Erfolg seiner Vorlesungen nicht seinem Vortrag, sondern in erster Linie den Experimentvorführungen geschuldet ist, zeigen Aufzeichnungen seiner Hörer. Die Studenten finden Lichtenbergs Stil häufig „verwirrt“, „abgebrochen“, „stotternd“ oder „unflüssig“.
Even as a professor ordinarius, Lichtenberg relied on income from his lectures to be able to finance the maintenance of his instrument collection – and later also to feed his growing family. He noted the number of registered and paying participants in his Staatskalender journals and also kept an overview of the students who attended his colleagues lectures. The notes recorded by his listeners show that the economic success of this lectures was not due to his oral presentation but primarily to his demonstrations of experiments. The students often found Lichtenberg’s style “confused”, “stilted”, “stuttering”, and “not fluid”.